Sänger weg und ein Proberaum, der bald mit Haarspraypackungen und Shampoos vollgestopft sein wird. Wenn die Metapher für einen ganzen trudelnden Musikmarkt plötzlich leibhaftig an deine Türe klopft, dann kann dich das in die Knie zwingen. Es wäre keine Schande und nur eine kleine Lüge. Nicht so geschehen aber bei den verbleibenden Jungs der Zuger Rockband wake, Pascal Vidi (drums), Christoph Seiler (guit), Thomas Bonati (guit) und Sandro Glanzmann (bass), als Sänger Thomas Büchi im Frühsommer 2009...
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Sänger weg und ein Proberaum, der bald mit Haarspraypackungen und Shampoos vollgestopft sein wird. Wenn die Metapher für einen ganzen trudelnden Musikmarkt plötzlich leibhaftig an deine Türe klopft, dann kann dich das in die Knie zwingen. Es wäre keine Schande und nur eine kleine Lüge. Nicht so geschehen aber bei den verbleibenden Jungs der Zuger Rockband wake, Pascal Vidi (drums), Christoph Seiler (guit), Thomas Bonati (guit) und Sandro Glanzmann (bass), als Sänger Thomas Büchi im Frühsommer 2009 die Band nach mehr als einer Dekade verliess. Zur Band gesellt sich bald René Portmann, der bisher an den unplugged Sessions von wake jeweils die Percussion lieferte. Dass seine Handgelenke vom jahrelange Trommeln in verschiedenen Formationen etwas abbekommen haben, ist die Chance für Band und Trommler zugleich. Um das Mic beherzt mit beiden Händen zu ergreifen, dafür reicht’s nämlich noch längst und was erst nur als Projekt für ein Sommer-Openair gedacht war, wächst zu Auburn Horses zusammen. Auf Auburn Horses werden keine Wetten abgeschlossen und Auburn Horses tanzen nicht mit bescheuerten Federnhüten im Staub vor Punktrichtern. Das macht gelassen. Denn wem ausser dir selbst musst du überhaupt noch etwas beweisen, wenn du während eines Jahrzehnts mit vier standhaften Platten landauf landab touren konntest und für deine Träume schon bis nach Amerika gegangen bist. The next hot shit sollen andere bringen. Auburn Horses bleiben Rocker.
November 2010, MOC
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