Lieder zum Schluss
Als GRABER im November 2008 die CD «Tod gesagt» veröffentlichte, wusste der Kopf dahinter bereits, dass er die Stücke – hochdeutsch gesprochene Gedichte über den Tod, unterlegt von Rock‐. Ambient‐ und Industrialtunes – noch auf eine andere Art präsentieren wollte: als bis aufs notwendigste instrumentierte Nummern – roh, direkt und ergreifend.
Als die CD erschienen und eine kleine Konzertreihe gegeben war, machte sich Jan Graber zusammen mit Monic Mathys, Martin Ain und Boris M...
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Lieder zum Schluss
Als GRABER im November 2008 die CD «Tod gesagt» veröffentlichte, wusste der Kopf dahinter bereits, dass er die Stücke – hochdeutsch gesprochene Gedichte über den Tod, unterlegt von Rock‐. Ambient‐ und Industrialtunes – noch auf eine andere Art präsentieren wollte: als bis aufs notwendigste instrumentierte Nummern – roh, direkt und ergreifend.
Als die CD erschienen und eine kleine Konzertreihe gegeben war, machte sich Jan Graber zusammen mit Monic Mathys, Martin Ain und Boris Müller ans Neuarrangieren der Stücke. Die Texte blieben dieselben. Während manche Nummern nach wenigen Anpassungen standen, erhielten andere Stücke ein vollkommen neues Kleid.
Entstanden sind die «Lieder zum Schluss»: ein Dutzend Stücke, die zwischen Nick Cave, Pink Floyd und Rammstein mäandrieren, darunter eine Coverversion vom Tom Waits «Dirt in the Ground». Aufgenommen wurden die Lieder weitgehend live im Newsound Studio bei Tommy Vetterli, der sie auch abmischte. Dan Suter von der Echochamber hat sie gemastert.
Die «Lieder» erscheinen am 31. Oktober 2011 – in physischer Form ausschliesslich als Vinyl‐LP mit Doppelklapp‐Cover, das von Diana Pollastri gestaltet wurde. Für das Artwork wurde ein Werk des renommierten Zeichnungskünstlers Peter Radelfinger verwendet. Eine auf 30 Stück limitierte Ausgabe der «Lieder zum Schluss» erscheint mit Originalzeichnungen des Künstlers.
Als digitalisierte MP3‐Files können die Stücke kostenlos heruntergeladen werden.
Rückblick: GRABER – Tod gesagt (2008) Unsere Spass(zwang)gesellschaft singt zahlreiche Lieder davon: Vom Tod wollen wir nichts wissen. Aus dem Wunsch, dieses Tabu zu brechen, hatte Jan Graber die Idee, das Gegenlied zu schaffen: 17 Stücke, die die Endlichkeit und die Mittel der Gesellschaft, dieser zu entkommen, zum Thema haben. Er schrieb die Gedichte und die Musik dazu, fand eine Reihe Sprecherinnen und Sprecher (darunter Schauspieler wie Jörg Reichlich, Michael Hasenfuss und Rachel Braunschweig) und nahm die Stücke zur CD «Tod gesagt» auf.
Im November 2008 brachte der Salis Verlag die Scheibe heraus und die Medien nahmen sie äusserst wohlwollend auf. «Lyrik und Poesie […], wie es sie selten gibt», schrieb das Musikmagazin Rolling Stone in der Hörbuchrubrik und verlieh vier Sterne. Der Blick schrieb: «Die gelungene Melange aus (perfekt produziertem und gespieltem) Industrial Rock, Trippigem à la Massive Attack und wunderschönem Pop bringt neues Leben in die Schweizer Musik», und fuhr fort: «Grabers Texte […] gehen durch Mark und Bein.» Das Magazin ROCKS fasste zusammen: «Sehr anders, sehr abwechslungsreich. Und mutig.»
Aufführungen folgten, inszeniert als Gesamterlebnis mit Videoprojektionen, sechs Musikern auf der Bühne und der wortgewaltigen Interpretation der Gedichte von Martin Ain Stricker, der in den erwähnten «Liedern zum Schluss» die alleinige Rolle des Sprechers einnehmen würde. Gezeigt wurde das Programm an Orten wie dem Helsinki in Zürich, der Grabenhalle St. Gallen, Werkstatt Chur, Bar59 in Luzern und mehr.
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